

Im Mittelpunkt stand der Heilige Ulrich, Bischof von Augsburg, dessen Geschichte ein von Schülerinnen und Schülern aus St. Ursula Donauwörth gestaltetes Anspiel lebendig nachzeichnete. Vor über tausend Jahren, als Feinde sich der Stadt näherten und die Menschen in Augsburg große Angst hatten, drängten die Bürger ihren Bischof zur Flucht. Ulrich blieb. „Ein Hirte verlässt seine Herde nicht, wenn Gefahr kommt", ließ ihn das Anspiel sagen. „Gerade dann bleibt er." Er kümmerte sich um die Armen, betete mit den Menschen und machte ihnen Mut, bis die Feinde schließlich abzogen. Am Ende der Szenen stand ein Satz, der auch für die Schülerinnen und Schüler von heute Programm sein kann: „Mut beginnt dort, wo ich für andere da bin."
Weihbischof Florian Wörner knüpfte in seiner Predigt direkt an den Wortlaut der Lesung an, in der Paulus die Christen im griechischen Thessaloniki ermahnt: „Löscht den Geist nicht aus!" Bevor überhaupt ein Funke entstehen könne, brauche es zuerst eine Quelle, aus der er sich speist, so seine Auslegung. "Betet ohne Unterlass!" (1 Thess 5,17) Wer wie der heilige Ulrich anderen Mut machen und Hoffnung weitergeben wolle, müsse selbst verwurzelt sein, im Gebet, im Vertrauen, in der Beziehung zu Gott. Daraus wachse die Kraft, die dann auch andere entzünden könne. Was es heißt, den Geist nicht auszulöschen, brachte Weihbischof Florian Wörner auf den Punkt: „Das bedeutet erst einmal, mit Gott in Verbindung zu bleiben."
In den Fürbitten wurde der Bogen von Ulrichs Geschichte in die Gegenwart gespannt: für Menschen in Verantwortung, die wie Ulrich wirklich bei den Menschen sein sollen, für Kinder und Jugendliche, die sich Sorgen um Noten, Freundschaften oder ihre Zukunft machen, und für die gesamte Schulwerkfamilie, in der niemand allein gelassen werden soll.
Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Ursula Donauwörth haben den Gottesdienst wundervoll musikalisch gestaltet. Begleitet von einem Orchester und getragen von Liedern wie „Eingeladen zum Fest des Glaubens" und „Sankt Ulrich, du begleite" wurde die Feier so zu einem eindrücklichen gemeinsamen Erlebnis.
Peter Kosak nahm das Motto zum Anlass für einen persönlichen Appell an die Schülerinnen und Schüler. Der Alltag sei (leider) ein guter Feuerlöscher, so seine Beobachtung. Sein Wunsch: dass jeder und jede einen Funken mit in den Sommer nimmt: Sei es eine Idee, die einen nicht loslässt, eine Frage, die im Kopf bleibt. Ein Funke genüge, so wie es der heilige Ulrich vorgelebt habe. Man dürfe ruhig verrückt genug sein zu glauben, die Welt verändern zu können. Auch Paulus hätte dem zugestimmt, und der Heilige Geist stehe dabei zur Seite. Nach einem herzlichen Dank an alle Teilnehmenden betonte Kosak: „Geht hinaus! Löscht nicht, zündet an. Gott befohlen!"
Teilgenommen haben:
- Realschule St. Ursula Augsburg
- Bischof-Ulrich-Realschule Augsburg
- Johannes-von-La Salle-Realschule Illertissen
- Bischof-Ulrich-Grundschule Augsburg
- BFS für Ernährung und Versorgung Augsburg
- St.-Thomas-Gymnasium Wettenhausen
- Mädchenrealschule Maria Stern Immenstadt
- Franz-von-Assisi-Mittelschule
- Kolleg der Schulbrüder Illertissen
- Gymnasium Maria Stern Augsburg
- Maristenkolleg Mindelheim – Gymnasium











